Natternkopf

26. Mai 2013
Von

Heil- und Nutzpflanzen

Der Gewöhnliche Natternkopf wird auch “Blauer Heinrich”, “Himmelsbrand” oder “Starrer Hansl” genannt. Wie Borretsch und Beinwell gehört er zu den Rauhblatt-Gewächsen. An trockenen bis halbtrockenen Standorten blüht er von Mai – Oktober; momentan läßt er sich an Feldwegen und Ackerrainen, auf Ödland und im Straßenbankett wegen der kühlen Witterung erst wenig finden. Natternkopf wächst verbreitet in Europa und Westasien, wobei er auf gemäßigte Temperaturen angewiesen ist.

Gemeiner Natternkopf

Gemeiner Natternkopf (Echium vulgare)
(Tafel aus -Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz- von Otto Wilhelm Thomé von 1885)
Quelle: www.BioLib.de

Es ist eine zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze, die bis 1 m hoch werden kann. An Stengeln und Blättern sitzen steife Borsten. Die Pfahlwurzel kann bis 2 m lang werden. Die Blüten des Natternkopfes sind anfangs männlich, dann weiblich. So wird eine genetisch unvorteilhafte Selbstbefruchtung vermieden. Die männlichen Blüten sind rosa bis violett, die weiblichen dann leuchtend blau. Sie stehen in einem rispenähnlichen Blütenstand. Aus den Einzelblüten ragt der gespaltene Griffel wie eine “Schlangenzunge” hervor – dies hat der Pflanze den Namen gegeben.

Gewöhnlicher Natternkopf ist eine sehr gute Bienenweide. Sein Nektar hat bis zu 25 % Zuckergehalt. Eine Brachfläche von 1 ha Größe kann fast 430 kg Honig ertragen.

Die Wurzel des Natternkopfes färbt rot. In allen Teilen enthält die Pflanze Allantoin, das gut für die Haut ist. Es hilft bei der Wundheilung. Andere Inhaltsstoffe sind leberschädlich – daher sollte man Natternkopf nur selten im Salat essen, auch wenn manche Kräuterhexen von den bedenklichen Inhaltsstoffen schweigen.

© Amhara zu Agorá

Tags: ,

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *